Die Frage, ob Ayurveda in der eigenen Heimat oder in seinen Ursprungsländern erlebt werden soll, führt immer wieder zu Diskussionen. Es gibt diesbezüglich keine klare Antwort – eine Entscheidung für das eine oder andere hängt von vielen Faktoren, immer aber auch von den eigenen Bedürfnissen ab.
Ayurveda-Kuren in Indien oder Sri Lanka sind nur sinnvoll, wenn man genügend Zeit mitbringt. Bei einer zweiwöchigen Ayurveda-Kur in Sri Lanka kann der Jetlag, der Klima- und allenfalls auch Kulturschock mehr Schaden anrichten, als die ayurvedischen Behandlungen wieder ausgleichen können. Eventuelle Sprachbarierren können zudem die Verständigung mit dem zuständigen Arzt massgeblich erschweren.
Prinzipiell ist eine Ayurveda-Kur im eigenen Kultur- und Klimakreis eher zu empfehlen, da es dem Behandlungsprozess entgegenkommt. Westliche Therapeuten haben gelernt, auf die Bedürfnisse des westlichen Klientels einzugehen. Mitglieder des VEAT/VSAMT verfügen über komplette Ausbildungen und somit über profundes praktisches und theoretisches Wissen in ihrem Fachbereich.
Andererseits ist eine Kur im Ursprungsland oft preisgünstiger und schenkt unvergessliche Eindrücke von Kultur, Menschen und der Natur Indiens. Eine Panchakarma-Kur in einer indischen Klinik empfiehlt sich jedoch nur für versierte Ayurveda- und Indien-Kenner. Betreuung und Hygiene in traditionellen Einrichtungen entsprechen oftmals nicht unseren Bedürfnissen. In den erstklassigen Ayurveda-Strandhotels in Kerala und Sri Lanka wird Ayurveda teilweise eher oberflächlich angeboten.
Inzwischen gibt es auch in Indien und Sri Lanka Ayurveda-Kurkliniken, die von westlichen Ärzten und Therapeuten geführt werden – dort entsprechen aber dann auch die Preise eher den europäischen Verhältnissen.
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