In Indien ist die Ausbildung zum Ayurveda-Arzt heute gesetzlich geregelt. Das Hochschulstudium dauert 5 ½ Jahre, anschließend folgt ein obligatorisches einjähriges Praktikum in einer Ayurveda-Klinik. Nach erfolgreichem Abschluss erhält man den Titel „Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery – B.A.M.S“. Danach besteht die Möglichkeit für ein fachärztliches Diplom in verschiedenen Spezialgebieten wie Innere Medizin, Chirurgie oder Pharmakologie.
Ausbildungen in Teilbereichen des Ayurveda, wie sie in Europa angeboten werden, kennen keine staatliche Anerkennung. An südindischen Colleges werden auch einjährige Ausbildungen zum Ayurveda-Masseur angeboten, die mit einem Government-Zertifikat abgeschlossen werden. Daneben gibt es immer noch den nichtakademischen Weg der Ausbildung, so wie es in der Vergangenheit Tradition war. Einerseits gibt es die familiäre Ausbildung für Personen, die in Familien von traditionellen Ayurveda-Ärzten aufgewachsen sind, und andererseits die Möglichkeit, bei einem Heilkundigen in die Lehre zu gehen.
Durch das große Interesse von Ausländern werden inzwischen auch in Indien internationale Ausbildungskurse angeboten. Die Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich, und man sollte sich genau über Umfang und Inhalt der Kurse informieren. Einige der großen Ayurveda-Akademien in Europa ermöglichen den Zugang zu qualitativ sicheren Fortbildungen oder auch zu Praktikumsplätzen.
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